Uns war es eine besondere Freude gemeinsam mit den Klassenstufen 6 innerhalb einer Woche zwei intensive Projekttage zur Brandschutzerziehung und zum Katastrophenschutz durchzuführen. In Zusammenarbeit mit weiteren Einsatzkräften von DLRG, DRK und THW konnten wir den Schülerinnen und Schülern gemeinsam praxisnah zeigen, wie wichtig richtiges Verhalten im Notfall ist – und wie schnell aus kleinen Unachtsamkeiten lebensbedrohliche Situationen entstehen können.
Brandschutz zum Anfassen
Am 26. Juni stand als erstes die Brandschutzerziehung im Fokus. Nach einer theoretischen Einführung zu Brandklassen und passenden Löschmitteln ging es im Chemieraum ans Experimentieren: Die Schülerinnen und Schüler untersuchten das Brandverhalten verschiedener Stoffe und beobachteten die Rauchentwicklung – mit großer Neugier und natürlich unter sicherer Anleitung.
Anschließend durften die Kinder selbst Hand anlegen: Feuerlöscher bedienen, einen Übungsbrand löschen, einen Feuerwehrschlauch ausprobieren und das Innenleben eines unserer Löschgruppenfahrzeuge erkunden. Ebenfalls konnten wir sehr anschaulich die Gefahren von hochentzündlichen Aerosol-Dosen (Deo, etc..) darstellen. Besonders eindrucksvoll aber war die Demonstration einer Fettexplosion: Wir hoffen auch Sie wissen, warum man brennendes Fett niemals mit Wasser löschen darf – für die Schülerinnen und Schüler war dies ein Moment, der allen eindrücklich im Gedächtnis blieb.
Bei sommerlichen Temperaturen sorgte auch unsere „Wasserfontäne“ für die nötige Abkühlung – und jeder Menge gute Laune.
Katastrophenschutz praktisch erleben
Am 02. Juli ging es direkt mit dem zweiten Projekttag und dem Thema Katastrophenschutz weiter. Diesen Tag haben wir gemeinsam mit unseren Partnern von THW, DRK, DLRG und natürlich der Schule geplant und durchgeführt. Unter dem Motto „Lernen fürs Leben“ bekamen die Schüler vielfältige Einblicke in reale Einsatzszenarien und übten selbst:
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Strömungsrettung: Wie reagiert man bei Hochwasser? Gefahren erkennen, gemeinsam handeln und retten.
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Notunterkunft einrichten: Vom Erste-Hilfe-Bereich bis zum Feldbett – alles wurde gemeinsam aufgebaut.
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Evakuierung üben: Eine Rollstuhlfahrerin aus dem 2. OG ohne Aufzug retten – Teamwork und klare Kommunikation waren gefragt.
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Notgepäck: Was muss in den Rucksack, wenn es schnell gehen muss? Wenn jede Sekunde zählt, ist ein gepackter Notfallrucksack Gold wert.
- Flutsimulation: Sandsäcke richtig aufeinander stapeln und sichern gegen das Umfallen
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Stromausfall: Wie anstrengend ist es eigentlich, selbst und von Hand Strom zu erzeugen?
Dank an alle Helfenden
Trotz Temperaturen von weit über 30 Grad nahmen sich viele unserer ehrenamtlichen Helfer Zeit, um diesen Tag für die Schule überhaupt erst möglich zu machen. Ohne dieses Engagement wären solche Bildungsprojekte nicht durchführbar. Vor allem Sandra Hecher hat hier intensiv mit der Schule zusammen an der Konzeption gearbeitet und unzählige Stunden an ehrenamtlicher Arbeit einfließen lassen. Herzlichen Dank hierfür.
Als Feuerwehr sehen wir uns auch als Vermittler von Wissen und Sicherheit. Unser Ziel ist es, junge Menschen frühzeitig für Gefahren zu sensibilisieren und ihnen Handlungskompetenz für den Ernstfall mitzugeben.
Wir danken allen beteiligten Organisationen für die hervorragende Zusammenarbeit – und den Schülerinnen und Schülern für ihren großartigen Einsatz!


























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