Übung Eisrettung

Übung Eisrettung

Am 10.01.2026 fand unser erster, aufgrund der Witterung kurzfristig einberufener Übungsdienst des Jahres 2026 statt – mit einem besonderen Schwerpunkt: der Eisrettung.
Dank der ausreichenden Eisdicke auf unserem Baggersee bot sich die seltene Gelegenheit, dieses anspruchsvolle Szenario realitätsnah zu trainieren.

Unter konsequenter Eigensicherung arbeiteten sich die eingesetzten Kameradinnen und Kameraden gesichert auf dem Eis in Richtung der angenommenen verunfallten Person vor. Während des Annäherns war deutlich zu hören, wie das Eis mit zunehmender Belastung immer stärker knackte und arbeitete – ein Umstand, der die Gefahrenlage eindrucksvoll verdeutlichte und höchste Konzentration erforderte.

Mithilfe spezieller Rettungstechniken und geeigneter Ausrüstungsgegenstände wurden mehrere strukturierte und zügige Rettungsdurchgänge durchgeführt. Ein besonderes Augenmerk lag dabei auf der patientenschonenden Rettung, um den sogenannten „Bergetod“ zu vermeiden. Der so genannte „Bergetod“ ist ein lebensbedrohliches Phänomen, bei dem eine Person kurz nach ihrer Rettung aus einer Notlage stirbt, meist nach längerer Unterkühlung. Ausgelöst wird der Herzstillstand durch kaltes Blut, welches aus Armen und Beinen ins warme Körperzentrum zurückfließt.

Die Übung zeigte eindrucksvoll, wie wichtig klare Abläufe, eine saubere Absicherung sowie das Zusammenspiel von Technik und Ausbildung bei Einsätzen auf Eisflächen sind. Alle Beteiligten konnten wertvolle praktische Erfahrungen sammeln, die im Ernstfall von entscheidender Bedeutung sein können.

 ❗ Wichtig: Bei Eisunfällen zählt wirklich jede Minute. Kälteschock, Muskelstarre und Bewusstseinseintrübungen können sehr schnell auftreten und lebensgefährlich sein.

⚠️ Daher unser Appell:
• Betretet keine Eisflächen – auch wenn sie stabil wirken
• Achtet auf Warnhinweise
• Im Notfall: Ruhe bewahren, Eisfläche nicht betreten und sofort den Notruf wählen

Über den Autor

Julian Bahnmüller editor